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8. Februar 2011 2 08 /02 /Februar /2011 07:29

Nach meinem verhaltenen Auftaktspiel im Achtel-Finale hatte ich Glück mit meinem neuen Kontrahenten. Zum einen kannte ich Ihn, denn er hatte meine Familie und mich zu der Hochzeit seines Bruders eingeladen und zum andern lag mir an diesem Abend seine Spielweise. Mit meinem Aufschlag konnte er nichts anfangen, so dass ich so unattraktive Punkte machte wie Albert im Achtel-Finale (;-), den konnte ich mir nicht verkneifen Albert! Es geht nämlich nichts über einen gepflegten Trash-Talk) Aufschlag = Punkt. Sein Aufschlag war angenehm ruhig und erlaubt mir immer wieder gezielt zu kontern. Als Resultat durfte ich ein 3:0 einfahren und als ich noch weiter 9 Sätze in Folge gegen ihn gewann, sah auch er ein, dass ich an diesem Abend keine Geschenke für ihn hatte. Die Möglichkeit auf eine weitere Hochzeiteinladung über Ihn zu bekommen, habe ich indes wohl verspielt.  Aber man kann auch nicht alles haben in der Welt.

Albert hatte da eine weitaus größere Herausforderung auf der anderen Seite der Tischtennis-Platte. Nämlich den Projektleiter der Turnier-Gastgebenden Baufirma. In den vorherigen Tagen hatten wir ihn als einen zielgenauen und schmetterstarken Spieler erlebt, der uns nahezu jegliche Punkt bei Testspielen abgenommen und die Bälle um die Ohren gehauen hatte. Für uns bis dato der Favorit auf dem obersten Platz des Siegertreppchens, auch ohne dass die anderen Mitspieler aus Respekt oder Angst um ihre Arbeitsstelle freiwillig verloren hätten. Nach einer Anfangsnervosität die genau den ersten Aufschlag andauerte, spielte Albert den Projektleiter in Grund und Boden. Er zog ihm nicht nur den Zahn, er riss im quasi den Unterkiefer raus und das vor versammelter Mannschaft. Wäre Albert bei ihm angestellt, dann hätte diese Demontage ihn garantiert dem Job gekostet. So mussten wir beide aber trotzdem unsere Jubelschreibe mit einem zurückhaltenden Händeschütteln ausdrücken, um uns nicht noch unbeliebter zu machen, nachdem Albert einen ungefährdeten 3:0 Sieg auf den Tisch schmetterte.

Puh, jetzt sind wir beide im Halbfinal und so langsam geht da die Fantasie von einem deutschsprachigen Finale mit uns durch. Aber wer keine Ziele hat, hat sich aufgegeben. (sowas steht bestimmt auch in chinesischen Glückskeksen).

Wo ich grade den Großraum Asien anspreche, da haben wir noch eine Theorie bezüglich der Teilnehmergebühr entwickelt. Die 10 Dinar sollten bestimmt die asiatischen Bauarbeiter abschrecken, damit diese nicht ihre übergöttlichen Spieler vorbeischicken und das Turnier beherrschen. Na gut wenn das mit Albert und mir so weiter geht, werden beim nächsten Mal alle deutschsprachigen Spieler nicht zugelassen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und deshalb „ Halbfinale, wir kommen!!!“

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Kommentare

Schwester-Herz 02/08/2011 17:43


Oha ... na dann drücke ich mal ganz feste die Daumen für's Halbfinale ... und höre schon in der Ferne die schallenden Gesänge: "Finale - oho - Finale - ohohohohoooo!" Toitoitoi!


Maw 10 02/09/2011 11:24



Danke schön. Schaun wir mal vielleicht kann ich heute abend mit glücklicher Miene rufen " Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin! ;-)



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