Kurze Erlebnisberichte über meinen Aufenthalt in Libyen und jetzt auch Albanien
Kaum etwas trifft im Namen so exakt seine Wirkung wie das kleine putzige Tierchen, das sich hie und da auf die Straße legt und auf ahnungslose Autofahrer wartet:
der SPEEDBREAKER.
Da hält der Name was er verspricht, je nach Geschwindigkeit kann hier nämlich alles gebrochen werden: die Geschwindigkeit, die Aufhängung des Wagens oder der Rücken. Auch ein Schädelbasisbruch am Autodach ist beim nichtangeschnallten Hinüberbrettern im Bereich des Möglichen. Es sei denn man hat ein Cabriolet, dann wird man wahrscheinlich nur auf die Straße geworfen.
So gibt es gleich hinter unserm Haus ein besonders prächtiges Exemplar. Auch wenn es auf den Bildern ruhig und zierlich erscheint. In dieser Version wurde zugunsten einer beachtlichen Höhe auf die überbewerteten flacheren Anrampungen verzichtet.
Da hat nicht nur der tiefer gelegte Autoliebhaber seine Freude. Nein, auch der Pick-up lässt einen jeden Stundenkilometer zuviel vorwurfsvoll spüren.

Diese Speedbreaker sind nichts für Weicheier, sondern für richtige Kerle. In Dörfern mit Befürwortern der Autoindustrie wird sogar auf die kleinen Racker mit Hilfe von Schildern hingewiesen. Unser Alwanija und viele andere Dörfer verzichten aber auf solch einen Schnick-Schnack. Das ist bei Tageslicht ja noch zu vertreten, da man anhand des Schattenwurfes die wirklich gefährlichen Exemplare rechtzeitig erkennt. Ganz anders in der Nacht. Hier sollte man nur Straßen nutzen, bei denen man die Lage der arglistigen Viecher kennt.
Ich bin mir aber sicher, so lange man Ihnen den gebührenden Respekt zollt und lieber einmal mehr über den Seitenstreifen ausweicht, wird die Lage nicht eskalieren. In der nächsten Folge behandel ich dann den nicht weniger possierlichen Artverwandten des Speedbreakers: das Schlagloch.