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Kurze Erlebnisberichte über meinen Aufenthalt in Libyen und jetzt auch Albanien

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Problemverlagerung

Die Problemverlagerung sortiere ich in die Gruppe der „Problembewältigung auf Kosten anderer“ ein. Als Beispiel für Deutschland würde ich da den Freund nennen, der sich dein Auto ausleiht, und dann ein Ticket für Falschparken gewinnt. Um seinem Problem der Zahlung des Bußgeldes zu entgehen, behauptet der mittlererweile ehemalige Freund, dass er es nicht war. Somit wird sein Problem auf dich verlagert und du darfst die Zeche begleichen. (Ist nur ein Beispiel und mir noch nicht passiert).

 

Problemverlagerung 2-kleinHier im Bau-Camp wurde uns nun eine bizarre Variante der Problemverlagerung vor die Nase gesetzt. Anscheinend ist entweder der Planer oder der Bauarbeiter, der für die Kanalisation der Bau-Camp-Anlage verantwortlich ist,  etwas sparsam mit den Durchmesser-Größen der Schmutzwasser-Rohre gewesen. Oder die Rohre wurden nicht mit genügend Gefälle verlegt, sodass sich die Fracht vom Wasser trennt wird und zu Verstopfungen führt. Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem, also kleiner Durchmesser gepaart mit zu wenig Gefälle (Fracht und Wasser meinte ich nicht) und das entstandene Problem wurde jetzt auf uns Endnutzer abgewälzt mit diesem formschönen dreisprachigen Aushang in den Toiletten.

 Problemverlagerung 1-klein

Tolle Sache!!! Da wird mal einfach die Benutzung von Klopapier verboten. Allerdings trifft dieses Verbot nur den geringen Teil von Europäern im Bau-Camp, da die meisten anderen Nationalitäten wahre Künstler mit dem Umgang des Wasserschlauches  oder der Hand sind.

 

Wobei ich mich falsch ausgedrückt (bitte nicht missverstehen) habe, denn es ist ja nicht verboten Klopapier zu benutzen. Dass steht einem immer noch frei, allerdings darf man es denn nicht mehr in der Toilette entsorgen. Aber irgendwie auch nicht viel besser, denn ich möchte mir ungerne vorstellen, wie dann der Mülleimer neben der Toilette duften wird. (Na, schießen euch da genauso viele unappetitliche Bilder in den Kopf und brennen sich fest, wie bei mir? Wenn ja, willkommen im Club ;-) Wenn nein, Glück gehabt!)

 

Wirklich überraschend ist diese Art der Problemverlagerung innerhalb der Toiletten aber nicht. Kurz nach der Übergabe der Büroräume, hatte man festgestellt, dass die Pissoire fehlerhaft angeschlossen waren und das Problem wurde dann auch auf den Anwender verlagert. 

Problemverlagerung 3-kleinSind doch schön zugeklebt oder etwa nicht? Sieht so ein bisschen aus wie Entführungsopfer mit einem Sack über dem Kopf. Wirklich lustig hätte ich es gefunden, wenn man die Pissoire mit Klarsichtfolie verschlossen hätte.  Ja, Ja, im Grunde genommen kein schöner Gedanke, aber wahrscheinlich verklebt der Camp-Manager in diesem Moment die Toiletten genauso, während ich hier noch kicher und morgen hab ich dann die Bescherung.

 

Sollte dem so sein, melde ich mich nochmal zum Thema, aber ohne Bilder!!!

 

In diesem Sinne

 

guten Rutsch

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S
<br /> Diese Problem ist auf unserer Patagonien-Reise auch aufgefallen.<br /> Nicht nur dass die "Anlagen" für normale Mitteleuropäer sehr gewöhnungsbedürftig sind, nein, im Eimer (ohne Deckel) konnte man sehr eindringlich sehen wie es gemacht werden sollte. Wir haben uns<br /> den Arsch aber immer "traditionell" abgeputzt und das Papier aus Versehen aus der Hand fallen lassen. Nächsten Tag waren wir sowieso schon weiter, mögliche Verstopfungen haben wir so nie erleben<br /> brauchen.<br /> Viele Grüße, Stephan<br /> <br /> <br />
Antworten
M
<br /> <br /> Na, dass nenn ich auch eine Art von Problemverlagerung bzw. Problemrückverlagerung. Jetzt kann Patagonien mal sehen, wie sie die Verstopfung lösen. Ohne Deckel ist eh etwas frech.<br /> <br /> <br /> Viele Grüße zurück aus Korca<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> uuaaaahhh *schüttel* doch ich habe auch diese Bilder im Kopf und quasi schon den imaginären Geruch in der Nase! Prost Mahlzeit ;-)<br /> <br /> <br />
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M
<br /> <br /> lecker ist wirklich anders ;-)<br /> <br /> <br /> <br />