Kurze Erlebnisberichte über meinen Aufenthalt in Libyen und jetzt auch Albanien
Gewusst wie II
Wie im Artikel „Gewusst wie“ berichtet wird der ¼ Dinar Schein durch die selbstgebastelte ¼ Dinar Münze schleichend ersetzt.
Mittlerer Weile werden auch die originalen (nicht gebastelten) ½ Dinar Münzen immer öfter als Wechselgeld rausgegeben. Diese besitzen in etwa die Größe der zwei Euro Münze und füllen somit unaufhaltsam meine Taschen. Um durch das anschwellende Gewicht keine Haltungsschäden zu bekommen, habe ich die Münzen gesammelt und auf das mit mir Rumschleppen verzichtet.
Nun ist mir aufgefallen, dass sich ein beträchtlicher Betrag aufgestaut hat und um den Münzenberg abzubauen habe ich mich an die geniale Patchwork Idee der Libyer gehalten.
Mit kaum spürbaren handwerklichen Geschicke und der Hilfe von Klebeband habe ich aus 10 ½ Dinar Münzen diese formschöne 5 Dinar Münze gebastelt.
Und was soll ich sagen, der erste Feldversuch ging ohne größere Schwierigkeiten über die Bühne. Ich habe dem etwas erstaunt dreinschauenden 13-Jährigen gleich zwei meiner gebundenen Geldtürme auf den Tresen gelegt und unbekümmert die Auslage hinter ihm bewundert, um den direkten Blickkontakt zu vermeiden und nicht einen Lachanfall zu erleiden. Während der Junge den Wert meines Kunstwerkes zu ermitteln versuchte entging mir nicht der erstaunt, belustigte Gesichtsausdruck seines Vaters, der etwas hinter seinem Spross saß. Auch der Kunde neben mir wirkte etwas verdattert, aber da anscheinend keiner von Ihnen einem Bleichgesicht wie mir zutraute so einen Quatsch zu produzieren, bekam ich anstandslos mein Wechselgeld (natürlich auch Münzen) und konnte mit meinem Einkauf in den Sonnenuntergang reiten.
Hmm.. da geht bestimmt auch mehr.
Der Münzman wird sich da vielleicht noch mal was überlegen.
In diesem Sinne
Wer nicht feilscht, hat zu viel Geld!