Kurze Erlebnisberichte über meinen Aufenthalt in Libyen und jetzt auch Albanien
Da eine Rückkehr nach Libyen aktuell außer Frage steht, muss man sich nach einer anderen Wirkungsstätte umsehen und da hat der Zufall mir ein neues Land geboten. Und wo geht man hin, wenn man Libyen verlassen muss?
Na ganz klar, nach Albanien! Und da bin ich jetzt, warum auch nicht. Ja, ich gebe zu dass eine meiner ersten Assoziationen das Wort Kosovo-Albaner und die damit verbundene Zurückhaltung war. Aber meine ersten Tage haben alle meine Sorgen verfliegen lassen. Die Albaner sind ein freundliches Volk, dass das Pech hatten durch die Staatsführung sehr, sehr lange von der Außenwelt abgeschottet gewesen zu sein. Hmm… kommt mir irgendwie bekannt vor.
Ich lebe jetzt in Korca, einer der größeren Städte in Albanien, die zwischen 65.000 und 85.000 Einwohner beherbergt, je nachdem, ob die einheimischen Gastarbeiter aus den anderen Ländern in der Sommerzeit zurückkehren oder nicht.
Die Stadt liegt Südosten des Landes ganz in der Nähe der Grenzen von Griechenland und Mazedonien auf einem Plateau ca. 850 Meter über dem Meeresspiegel und umringt von Gebirgszügen, die laut Reiseführer im Schnitt 1,145 Meter hoch sind. Scheint wohl so eine Angewohnheit von mir Flachland-Tiroler zu werden, dass meine Arbeitsstätten immer in der Nähe von deutlichen Geländesprüngen oder in bergiger Umgebung gelegen sind.
Für die Google-Earther unter euch liegt mein Büro in dem Haus zu dem die folgenden Koordinaten passen: 40°36'56.67"N; 20°46'43.66"E.
Wie schon erwähnt sind meine ersten Eindrücke durchweg positiv, nur dass ich aus dem schönsten Sonnenscheinwetter aus Norddeutschland (25 Grad) in den Süden an einen Mittelmeer Staat fliege, um hier nass geregnet und durchgefroren zu werden, will mir nicht ganz in den Kopf. Aber wer begreift denn heutzutage noch das Wetter! (und da dürfen natürlich die Klassiker-Sprüche nicht fehlen wie:) Früher war alles Besser! Oder Als mein Mann noch lebte…!
Wie dem auch sei, es gibt hier Einkaufsläden, Hotels, Restaurants, fließend Wasser und nahezu durchgehend Strom und es gibt Leben auf den Straßen, so dass ich mir sicher bin, dass es sich in Punkto Freizeitgestaltung um eine deutliche Steigerung zu meinem Vorgängerland handelt.
Hier und da habe ich aber auch schon einige Interessante Dinge gesehen, von denen ich gerne von zeit zu zeit berichten werde.
Und deshalb zum Abschluss dieses Artikels ein hochtrabendes
Auf die Vielfalt der Völker dieser Welt!!