Thursday, 19. april 2012 4 19 /04 /Apr. /2012 07:00

Dem Einen oder Anderen wird aufgefallen sein, dass seit Längerem keine neuen Einträge in meinem Block erschienen sind. Hiermit möchte ich einem möglichen Gerücht vorbeugen, dass ich von den Skorpionen in meiner Albanischen Unterkunft entführt oder sogar zu Tode gestochen wurde. Im Gegenteil ich bin am Leben, arbeits- und wohntechnisch wieder zuhause angekommen und fühle mich so pudel wohl dabei, dass ich gar nicht mehr dazu komme, den Rechner abends für das Schreiben von Artikel zu starten.

Der Blog soll als digitales Tagebuch meiner Auslandszeit weiter erhalten bleiben. Es ist auch nicht auszuschließen, dass hier und da mal ein Artikel dazukommt, denn es gibt auch berichtwertes aus deutschen Landen, aber im Großen und Ganzen wird meine Blog-Pflege sporadisch werden.

Für Interessiert von Neuerscheinungen empfehle ich da den Newsletter (auf der rechten Seite) zu abonnieren, denn damit kann man informiert werden, wenn ein neuer Eintrag in meinem Blog erscheint.

Ansonsten freu ich mich über jede Besucherin und jeden Besucher, der mit oder ohne neuen Artikel reinschaut.

In diesem Sinne zitiere ich gerne (und wahrscheinlich falsch) aus "Das Leben des Brian" die Worte des Einsiedlers, nachdem er sein Schweigegelübde, durch den Sprung von Brian auf seinen Fuß, unfreiwillig  gebrochen hatte:

"Hurra! Ich lebe!"

von Maw 10 - veröffentlicht in: und der Rest - Community: Alltagswahnsinn
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Monday, 12. december 2011 1 12 /12 /Dez. /2011 05:00

Skopion_5---klein.JPGEs ist an der Zeit Lotto zu spielen. Denn ich scheine grade eine Glückssträhne zu haben, beziehungsweise bei mir treten sehr seltene Ereignisse innerhalb kürzester Zeit nacheinander auf. So hatte ich doch von der Internetaussage berichtet, dass der von mir gefundene Skorpion selten sein. Also entweder diese Aussage wurde von einem inkompetenten Klugscheißer verfasst oder ich habe eben eine Glückssträhne, denn just eine Woche nach meinem ersten Fund, schauen mich doch wieder einmal zwei Scheren und ein Stachel vom Boden aus an. Wieder etwas verfusselt aber dafür doppelt so groß wie das Vorgängermodell.

Skopion_4---klein.JPGTja Mensch, wenn das proportional so weiter geht, dann habe ich doch bald die 20 Meter Skorpione aus Kampf der Titanen vor der Haustür. Und ich hatte echt die gesamte Wohnung geputzt und gefeudelt bevor mein Chef zu Besuch kam. Außer unter dem Kühlschrank und unter dem Herd, das war wohl ein Fehler im Nachhinein betrachtet.

Gut, dann warte ich doch mal auf den nächsten Gast.

von Maw 10 - veröffentlicht in: Tierisch - Community: Alltagswahnsinn
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Thursday, 8. december 2011 4 08 /12 /Dez. /2011 05:00

Master Blaster 02 - kleinEndlich die Forschung hat es geschafft.

Nach jahrtausend langer Domestizierung des Wolfes zum Haushund ist es gelungen den beinlosen Hund  zu produzieren.  Die Krönung der Evolution und ein großartiger Sieg der Menschheit über die unnütze Daseinsform von Wildtieren auf diesem Planeten.

Das sollte man für alle Tierarten durchsetzten. Würde gerne sehen, wie die Inder ihre beinlosen Kühe oder Elefanten im Rucksack durch die Gegend schleppen.

Aber vielleicht ist diese Entwicklung auch ein Trugbild und es ist gar nicht der Mensch, der das Tier beherrscht, sondern umgekehrt.

Vielleicht hat der Hund gemerkt, dass er ohne Beine noch mehr von seinem Leibeigenen verhätschelt wird. Es ist nicht auszuschließen, dass die Genforschung schon immer von den Hunden zu ihren Gunsten manipuliert wurde, nur damit der Mensch zum Schluss dumm aus der Wäsche guckt. Wahrscheinlich planen die Hunde nichts Geringeres als die Weltherrschaft an sich zu reißen und Frolic für alle frei zugänglich zu machen.

master-blasterIn diesem Licht erinnert das Bild nicht von ungefähr an das unvergessene Duo Master Blaster aus dem dritten Teil der  Mad Max-Reihe. Die Rollenverteilung meines Duos ist dann auch identisch zu betrachten. Der intelligentere Part lässt sich vom körperlich größeren Dummie tragen und beschützen.

Alles richtig gemacht kleiner Dackel.

 

In diesem Sinne zitiere ich gern den Leitspruch von Hausmeister Krauses Dackelzuchtverein

 

Alles für den Dackel, alles für den Club! Unser Leben für den Hund!

von Maw 10 - veröffentlicht in: Tierisch - Community: Alltagswahnsinn
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Sunday, 4. december 2011 7 04 /12 /Dez. /2011 05:00

Oder die Rückkehr der schwarzen Leder Jacke.

 

ISchwarze-Lederjacke_klein.JPGch fühlte mich auf jeden Fall neulich im Restaurant mit meiner bräunlichen Winterjacke arg fehl am Platz, nachdem ich feststellen musste, dass alle übrigen Gäste (9 von 9) schwarze Leder oder Lederimitat Jacken trugen.

Prinzipielle bin ich ein  Minderheitendasein bezüglich meiner Kleidungswahl von meiner Kindheit her gewohnt. Da hatte ich einen Hang zu grauen flauschigen Jogging-Anzügen entwickelt. Die waren meiner Ansicht nach nämlich so praktisch und ich war sehr praktisch veranlagt. Ein Jogging-Anzug ist weich und kuschlig nicht wie die doofen Jeans, so war meine Meinung seinerzeit festgemeißelt in meinem Kopf und meinem Kleiderschrank. Aus genauso praktischen Gründen trug ich dann auch noch die guten Schweißbänder. Die waren damals für etwa einen Sommer bei allen Jungs angesagt , aber ich nutze sie weit über ihr modisches Haltbarkeitsdatum hinaus. Denn wenn man mit denen die Bündchen des Jogging-Pullovers zusammen schnürte, konnte da auch kein bisschen kalter Wind in den Ärmel schlüpfen. Sehr praktisch. Im Nachhinein immer wieder ein Wunder, was meine Eltern bereit waren visuell zu ertragen.   Nichtdestotrotz  war es jedes Jahr ein Graus für mich, wenn der Zeitpunkt nahte, an dem die winterlichen Temperaturen gepaart mit den Jogging-Stoff-durchschneidenden Winden, mich dazu zwangen mir eine Jeans anzuziehen. Widerlich! Genau sagen warum es auch immer die Farbe grau sein musste, kann ich mittlerer weile leider nicht mehr, aber ich werde meine Gründe gehabt haben und die waren bestimmt praktischer Natur.

Auch nach dem Wechsel von der Grundschule aufs Gymnasium blieb ich im ersten Jahr bis zu den frostigen Temperaturen meinem praktisch orientierten Outfit treu. Auch wenn die anderen Jeans-Träger der feinen Gesellschaft mich durchaus argwöhnisch beäugten. Unter Teilen der älteren Semestern erhielt ich den Spitznamen „Jogging-man“, der auch noch Jahre nach dem Gesamtwechsel meines Beinkleides in die Jeansabteilung für Belustigung sorgte. Egal, was wissen die schon!

Zurück zur schwarzen Lederjacke.

In diesem Restaurant war auf jeden Fall die Coolheit der schwarzen Lederjacke noch nicht vergessen, die für mich untrennbar geprägt wurde von Filmcharakteren wie dem Fonz aus der TV-Serie „Happy Days“ oder Arnold Schwarzenegger in „Der City Hai“ und später als „Terminator“ und bitte nicht zu vergessen John Travolta und seine gesamte Clique in „Grease“ und und und.

    cool--city-hai.jpgcool - the-fonz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 cool--terminator.pngcool--grease.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahrscheinlich war sogar einer davon John Travolta und ich hab das nur nicht gerafft. Mist. Jetzt ärger ich mich doch ein bisschen. Aber was soll’s. Vielleicht sind Die nächste Woche wieder da und dann kann ich ja versuchen, mich auch in die elitäre Runde einzugliedern.

So, bin dann mal auf der Suche nach einer schwarzen Lederjacke in den Geschäften von Korca  und euch wünsch ich viel Erfolg beim Einfetten euer alten Jacken, die Ihr von Nostalgie gebeutelt soeben aus den Kellern und Dachböden geholt habt.

In diesem Sinne gilt nicht nur für die schwarze Lederjacke, sondern für fast jede modische Kühnheit der Leitspruch von Terminator:

 „ I’ll be back!“  

von Maw 10 - veröffentlicht in: Viva Albanien - Community: Alltagswahnsinn
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Wednesday, 30. november 2011 3 30 /11 /Nov. /2011 05:00

Tja manchmal mach sogar ich meine Butze sauber. Allerdings meistens aus lebensnotwendigen Zwängen (keine sauberen Teller mehr) oder durch fremdbestimmte Einflüssen. Für meine jetzige Gesamtreinigung der Wohnung ist der Besuch meines Chefs ausschlaggebend. Da will  ja nicht unbedingt sein reales Verhältnis zur Sauberkeit präsentieren, sondern einen gewissen ordentlichen Eindruck vermitteln.

Skorpi---klein.JPGSo und während ich da so fege und wische fällt mir doch dieser kleine Besucher in die Hände. Ein Skorpion. Ok, er lässt sich vielleicht mit seiner Größe eines 12 Cent Stückes nicht mit den 20 Meter Riesen aus „Kampf der Titanen“ vergleichen, aber er gehört jedenfalls dieselben Spezies an.

Ich fand ihn verheddert in einer Wollmaus, die von Spinnweben gebremst wurde unter einem Heizkörper und ging erst davon aus, dass er schon das Zeitliche gesegnet hatte. Aber da lag ich falsch. Als ich ihn mit einem Stückpapier für das Foto platzieren wollt, streckte er mir zornig seine Zangen entgegen und ich wich trotz der fast 30 cm Abstand (DIN A4 Blatt)erst einmal zurück.

Als der Überraschungseffekt abgeflaut war, beförderte ich Skorpi in ein Glas, dass ich mit einem Deckel aus Alufolie mit Löchern verschloss. Da wird er auch mindestens solange bleiben, bis ich Ihn meinem Chef mit der Forderung nach Gefahrenzulage dargeboten habe. ;-)

Aber ganz ehrlich, mir war nach diesem Fund nicht mehr ganz wohl in der Wohnung und es stieg eine Unbehaglichkeit in mir auf.  Ich hatte bei jedem Kribbeln das Gefühl, als ob mir jetzt ein Skorpion in der Kleidung hängt. Auch nachdem die gesamte Wohnung gesäubert und somit überprüft war, hielt eine leichte Paranoia Einzug in meine heile Albanien-Welt.  So klopfe ich jetzt die Schuhe aus, bevor ich sie anziehe und ohne Schuhe in der Wohnung, geht schon mal gar nicht.

Ich weiß ja auch, dass so etwas nicht Ewigkeiten anhält, aber so kurz nach einen Ereignis sind die Reaktionen noch viel emotionaler. Nach dem Unfall in ICE-Unfall in Eschede war mein Bedürfnis besonders schnell mit der Deutschen Bahn zu reisen genauso groß, wie nach dem 11. September in ein Flugzeug zu steigen. Aber der Mensch passt sich an, vergisst, stumpft und wägt immer wieder aufs Neue für sich ab und so fahre gelegentlich wieder Bahn und nach Libyen und Albanien bin ich auch nicht zu Fuß gegangen.

Trotzdem hat Skorpi mein häusliches Wohlempfinden aus dem Gleichgewicht gebracht und da kommt mir schon der Gedanke: „Hätte ich doch bloß nicht sauber gemacht!“. Dann würde der kleine Acht-Beiner noch immer unbemerkt im Fussel verfangen sein und ich würde mir keine Gedanken machen. Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß oder wie war das noch!

Das wiederum ist im Grunde genommen natürlich Quatsch. Denn besser beim Aufräumen gefunden, als mit ihm im Gesicht in der Nacht aufzuwachen.

Ich habe selbstverständlich das Internet nach meinem neuen Haustier befragt und die sprechen, wenn ich da alles richtig verstanden habe, von einer seltenen Skorpion Art (Euscorpius beroni), deren Stich mit einer Biene oder Wespe zu vergleichen ist. Das hat mich wieder etwas beruhigt und den Punkt Todesangst von meiner Paranoia-Liste streichen lassen, aber der Punkt Schuhe tragen bleibt drauf.

von Maw 10 - veröffentlicht in: Tierisch - Community: Alltagswahnsinn
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